Aufnahmezimmer

Hier findet ihr die Büros, sowie die Rezeption und das Aufnahmezimmer
Mia-Lana Vogel

Beitrag von Mia-Lana Vogel » 03.10.2009, 18:04

Mia-Lana sah Jeff an, dass es ihm sehr schwer fiel, sich von seinem Handy zu trennen. "Ich weiß, dass es am Anfang sehr schwer ist, diese Einschränkungen zu akzeptieren. Aber du wirst dich sicher rasch daran gewöhnen," sagte die junge Frau verständnisvoll.

"Es gibt mehrere Gründe dafür, dass die Schüler keine Handys haben dürfen," fuhr sie erklärend fort, "zunächst einmal haben gar nicht alle Schüler ein Handy, weil manche eben keine Eltern haben, die sich das leisten können. Außerdem könnte jemand versuchen, sich über sein Handy verbotene Dinge wie Drogen zu organisieren. Deshalb werden Telefonate auch nur in Anwesenheit eines Betreuers geführt. Ebenso wird die Post kontrolliert, insbesondere die eingehende.

Mia nahm Jeff's Handy und das Ladekabel und schloss die Sachen erst einmal im Schrank ein. "Gut, dann können wir jetzt gehen. Nimmst du deinen Koffer bitte mit? Dann kann ich dir im Anschluss an die untersuchung gleich deinen Schlafsaal zeigen." Die Ärztin trank ihr Glas aus, stand auf und öffnete die Tür. Hinter sich und Jeff schloss sie die Tür ab.

tbc: Untersuchungszimmer 1

Jeff Thompson

Beitrag von Jeff Thompson » 03.10.2009, 22:46

Er seufzte leicht und fragte sch wie er ohne Handy hier zurecht kommen sollte. Gerade die Sims an seine Gangkumpels waren doch sehr wichtig. Oh Mann wie schnell man doch von so einem Handy abhängig werden konnte. "Eigentlich gehören die Teile doch zum normalen Alltag, was soll daran so schlimm sein?", wollte er wissen aber diskutieren hatte wohl leider keinen Sinn. "Ach so, das könnte natürlich den Neid schüren. Aber so was organisieren währe schwierig da New York verdammt weit weg von hier liegt.", sagte er trocken und sah resigniert zu wie sein Handy samt Ladekabel weggeschlossen wurde.

"Ok mach ich!", meinte er knapp und hoffte das diese Untersuchung nicht allzu wild wurde. So ein kleines bißchen war es ja doch wie ihm Knast. Jeff trank ebenfalls sein Glas leer und nahm dann den Koffer vom Tisch. Schließlich folgte er der Ärztin und tappte ebenfalls hinaus.

tbc: Untersuchungszimmer 1

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 05.03.2011, 20:29

cf: Rezeption

Soetwas in der Art hatte sich Sophie schon gedacht, als Jamie ihr miteilte das sein Vater ihn hasse würde.
"Ich glaube nicht das er dich wirklich hasst. Er ist vermutlich einfach überfordert mit der Situation.", meinte Sophie, auch wenn sie zugeben musste sich dieser Worte nicht ganz sicher zu sein. Sie selbst hatte es schon oft genug erlebt, die Feindschaft zwischen Eltern und ihren Kindern. Gründe dafür gab es viele, aber oft waren die Eltern einfach überfordert gewesen.

Am Aufnahmezimmer angekommen, schloss Sophie die Tür auf und hielt sie Jamie auf.
"Nach dir.", sagte sie und wartete bis der Junge drin war. Viel gab es in diesem Raum nicht. Ein Tisch, zwei Stühle. Das wars. Manchmal stand hier noch ein Bett drinnen, wenn es die Notwendigkeit gebot.
"Setz dich. Das ganze dauert auch nicht lange. Ich hab lediglich ein paar Fragen, dann gibt es noch einige Regeln an die du dich halten musst, während du hier bist und das ars dann auch schon. Anschließend gehen wir auf die Krankenstation zu einem unserer Ärzte, die dich kurz untersuchen werden. Aber keine Sorge, es ist nicht schlimm und dauert auch nicht lange", erzählte Sophie das weitere Vorgehen.
"Falls du Fragen hast, kannst du diese gern stellen. Ach ja, dein Gebäck werde ich gleich auch noch durchsuchen. das ist nötig, damit niemand hier Drogen, Alkohol und dergleichen einschmuggelt. Schließlich sind einige Schüler hier, wie du auf Entzug"
Damit waren sie dann schon gleich beim Thema, nämlich der Grund für Jamies Aufenthalt hier.
"Ich denke du weißt wieso du hier bist oder?", begann die Betreuerin dann mit dem Aufnahmegespräch. Im Grunde lief dieses fast immer gleich ab.

Jamie Dougal

Beitrag von Jamie Dougal » 06.03.2011, 14:07

cf: Rezeption

Die Betreuerin versuchte Jamie zu besänftigen, dass sein Vater einfach nur überfordert war, aber so ganz wollte sie ihr nicht glauben. Trotzdem ließ er ihre Worte unkommentiert, denn sie würde sich sicherlich nicht eines besseren belehren lassen wollen. Zudem hatte er nicht vergessen wie sie seinen Vater zu recht gestutzt hatte.
Zu mindestens wusste er nun schon mal, dass egal wie freundlich die Freu aus sah mit ihr in Ernstfall nicht zu Spaßen war. Ihm stand noch eine sehr tolle Zukunft bevor und er freute sich nicht wirklich darauf.

Sie ließ ihn vortritt in das Zimmer, was bloß mit einen Tisch und zwei Stühlen ausgestattet war. Also nicht wirklich etwas Überflüssiges. Etwas weniger gut gelaunt, weil er ahnte was nun kommen würde schmiss er sich auf einen der Stühle, legte seine Tasche neben sich und machte sich darauf bequem in dem er ein Bein an der Tischkante andrückte und den Stuhl nach hinten kippte.
„Nicht gerade ein Luxusschuppen.“ Kommentierte er was er sah nachdem er sich demonstrativ umgesehen hatte. Dann fing sie auch schon an ihn über die kommende Prozedere aufzuklären und seine Laune sank weiter hinab.
Er hatte nicht wirklich Lust, dass alles über sich ergehen zu lassen, doch schien er keine andere Wahl zu haben. Das war alles unnötiger Stress und etwas was er am liebsten vermeiden würde. Er hatte noch nie sich in der Art offenbaren müssen und es war schon ein wenig erniedrigend für ihn.

Dann fackelte sie auch nicht lange und fragte ihn ob er weswegen er den offen halt hier verdient hatte. Sicherlich war er sich drüber in klaren, schließlich lief er nicht mit geschlossenen Augen durch die Welt, auch wenn er keine besonders große Leuchte war.
„Aber sicher doch.“ Versicherte er ihr mit einen süßen Lächeln, was allerdings nicht seinen Unmut verbarg.

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 07.03.2011, 18:05

Auf ihre Worte hin sagte der Junge nichts. Entwedr war es ihm egal oder aber er wußte nicht, wie er die Betreuerin vom Gegenteil überzeugen konnte.
Erst als sie im Aufnahmezimmer ankamen, sagte Jamie etwas, auch wenn es nur ein Kommentar zur Einrichtung war.
"Es genügt den Ansprüchen", meinte Sophie nur knapp. Das Horizon kein Luxushotel war oder eine Einrichtung für reiche Teenager, sollte jedem klar sein. Mal abgesehen davon, dass die Kids die hierherkamen nicht gerade aus reichem Haus kamen und außerdem brachten solche "Einrichtungen" gar nichts, wie Sophie fand. Hier aber erzielten sie Erfolge, auch wenn es mit unter etwas dauerte.
Jamie hatte Platz genommen und ließ es sich nicht nehmen, gleich mit dem Kippeln anzufangen.
"Unterlass das Bitte", wies Sophie ihn freundlich aber denn noch unmissverständlich zu recht. Solche Angewohnheiten sollten sich die Kids hier gar nicht erst angewöhnen.

Dann fing sie Betreuerin mit dem üblichen Gespräch an. Es änderten sich nur die Wortwahl, ansonsten lief es fast immer gleich ab. Jamie hörte zu, auch wenn in seinem gesicht abzulesen war, was er davon hielt, aber darauf konnte Sophie keine Rücksicht nehmen. Wenn das hier funktionieren sollte, und das tat es ja auch, mussten sich alle an die Regeln halten.

Als Sophie die übliche Frage, nach dem Grund für den Aufenthalt hier, stellte, reagierte der Junge erst. Er wußte wieso er hier war. Allerdings lächelte er dabei so dermaßen übertrieben, das Sophie daraus schloss das es ihm scheinbar egal war.
"Dann ist ja gut.", sagte sie, setzte sich ebenfalls hin und fuhr dann fort. "Also die Regeln hier sind ganz einfach, keine Drogen, kein Sex und keine unangebrachten Berührungen. Dinge, die du mir oder einem der anderen betreuer erzählst, bleiben unter uns. Es sei denn du bringst dich oder andere in Gefahr, dann müssen wir eingreifen. Was wir wollen, ist dir helfen. Hier sollst du lernen ohne Alkohol und Drogen zu leben. Du gehst wieder zur Schule und machst hier deinen Abschluss."
Sophie beendete den Satz und sah Jamie an, der ihr gegenüber saß. Sie wollte sich vergewissern, das er ihr zugehört und alles verstanden hatte.
"Hast du Fragen?", erkundigte sie sich gleich darauf.

Jamie Dougal

Beitrag von Jamie Dougal » 08.03.2011, 14:08

Auf seinen sinnfreien eingeworfenen Kommentar, hatte Miss Becker sofort eine Antwort bereit, obwohl es vollkommen überflüssig war. Sie schien auf fast alles einzugehen, was er sagte und er fand es ein wenig nervig. Denn dadurch hatte er das Gefühl, dass jeder seiner Regungen und Worte registriert und gespeichert wurde und diese Vorstellung gefiel ihm nicht, auch wenn er schon das ein oder andere Interview gegeben hatte, wo die Situation ähnlich war. Doch bei dieser Angelegenheit verhielt es sich ein wenig anders, da er zwar in Mittelpunkt stand, aber nicht gerade den längeren Hebel in der Hand hielt.

Als nächstes mahnte sie ihn auch noch ab nicht zu kippeln. Mit sich verdrehenden Augen nahm er das Bein von der Tischkante und kam nicht ganz sanft wieder auf den Boden auf. Doch so wollte er nicht sitzen bleiben. Es war spießig und entsprach nicht seinen Vorstellungen, also nahm er noch einmal eine Korrektur vor.
Er stand auf drehte locker seinen Stuhl mit der Linken und setzte sich mit gespreizten und den Armen auf der Lehne abgestützt wieder auf den Stuhl. Sein Kopf landete gemütlich auf seinen Gips. So war er halbwegs in einer annehmbaren Position um sich die kommende Leier von Regeln und Vorschriften an zu hören.

Sie unterrichtete ihn was nun folgen würde, stellte ihn die Frage, ob er wüsste wieso er hier war und er antwortete Wahrheitsgemäß, aber ohne wirklich den Grund zu nennen. Er musste ihnen ja nicht alles offenbaren, außerdem hatte sie ja eine feine Akte von ihn bekommen in den Angaben über ihn standen, die sein Vater gemacht hatte, wieso sollte er sich dann noch die Mühe machen sie seinerseits noch genaustens zu unterrichten. Vollkommen überflüssig und bloß eine nervtötende Prozedur.
Doch schien sich sein Gegenüber damit zufrieden zu geben, denn sie verlangte keine genaue Erläuterung. Zu mindestens eine Sache die ihn erspart blieb. Doch was folgte gefiel ihn nicht wirklich. Sie zählte alle die Verbote auf, die er in nächster Zeit unterlassen sollte. Keine Drogen, was er sich schon gedacht hatte, kein Alkohol, was ihn zum stöhnen bracht, nicht einmal seine Ausweichdroge wurde ihn gelassen. Doch das Nächste übertraf alle vorangegangene Vorbote. Ihm wurde es untersagt Sex zu haben und sogar unangebrachte Berührungen. Er fühlte sich als würde er in ein Mönchskloster verfrachtet. Das konnte man ihn doch nicht antun, ihn in einer gemischtes Internat stecken und ihn dann untersagen mit den Mädchen was anzufangen. Das wäre so als würde man ihn Drogen unter die Nase halten und ihn verbieten sich zu bedienen.
„Aber sich einen runterholen ist noch erlaubt oder?“ konnte er sich nicht verkneifen dazwischen zu werfen. Wenn man ihn schon ein Zölibat auferlegte, sollte man ihn mindestens das gestatten. Außerdem konnte er sich auch gut vorstellen, dass auch dies hier nicht gestattet ist. Sollte es der Fall sein, dass er sich in keinsterweise sexuelle Befriedigung verschaffen durfte, dann würde es ihn kein Tag lang hier halten.

Dann versicherte man ihn, dass man alles nur zu seinen Besten tat. Es zu seinen Wohl geschah und er sich ihnen anvertrauen konnte, denn alles würde unter Verschluss gehalten. Sie wären vertrauensvolle und verantwortliche Betreuer.
Seinetwegen konnten sie auch ihre Mutter verkaufen, was in seinen Leben abging und was ihn beschäftigte, dass ging sie einen Scheißdreck an und das würde er ihnen nicht mal in hundert Jahren erzählen.
So machte er bloß ein ernstes Gesicht und zeigte keinerlei Regungen, als man ihn darüber in Kenntnis setzte. Er würde schon seinen Weg gehen, ob nun mit oder ohne Unterstützung.

Dann kam die berühmte Frage am Ende ob er noch irgendwelche Fragen hätte, die jeder stellte, der etwas auf sich hielt und professionell herüber kommen wollte. Auch er wurde nicht davon verschont.
„Kennt ihr auch solche Begriffe, wie Spaß und Ausgelassenheit oder muss man das an der Pforte abgeben? Wie hoch ist eure Sterblichkeitsrate eigentlich?“ Er grinste Sophie gerade zu frech und herausfordernd an. Er erwartete gerade zu eine Zurechtweisung oder gar Rügung für seine gerade zu unverschämten Unterstellungen.

Doch dann wurde er wieder ernst und fragte etwas, was ihn wirklich auf den Herzen lag. „Habt ihr so was wie ein Musikunterricht, wo man Instrumente lernen kann oder sogar eine Schulband? Und wenn nicht, gibt es eine Möglichkeit sich ein Instrument zu leihen? So eine Gitarre oder was ähnliches?“
Er merkte schon jetzt wie sehr ihn seine Musik fehlte und er hoffte so sehr, dass er die Möglichkeit hier bekam sie weiter zu praktizieren, denn dann würde er alles andere ertragen, was man ihn sonst noch auferlegte.

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 08.03.2011, 15:02

Das Sophie alles registrierte was Jamie sagte, stimmte so nicht ganz. Jedoch merkte sich die Betreuerin vieles, was einfach an ihrer Tätigkeit hier lag. Da musste man bisweilen auf Kleinigkeiten achten, auf Dinge die Effekt gesagt wurden oder in Situationen in denen die Schüler nicht nachdachten. Daher hatte sie sich angewöhnt, wenn sie konnte alles zu hören. Ob es wichtig war oder nicht, entschied sie meistens erst im nachhinein. Das Jamie dies nicht passte konnte sie zwar nicht wirklich sehen, aber sie bemerkte es an seinem Verhalten. Da war das Augenrollen, das Seufzen usw. Oder eben das Kippeln jetzt. Es schien, als wolle er sie auf die Probe stellen, wie ein kleinkind das bei der Mutter austestete wie weit es gehen konnte.

Trotzdem war Sophie froh, als Jamie mit dem Kippeln aufhörte. Allerdings drehte der Junge seinen Stuhl daraufhin herum und setzte sich verkehrtrum wieder drauf. Die Beine gespreizt und die Arme auf die Lehne. Sophie seufzte innerlich, sagte aber nichts dazu. Sollte der Junge so sitzenbleiben, solange er ihr zuhörte, was sie zu sagen hatte.

Das schien er dann auch, wie sie an seinem Verhalten sehen konnte. Denn was sie ihm zu sagen hatte, gefiel ihm offensichtlich nicht wirklich. Vor allem als sie das Sexverbot aussprach, wirkte er geschockt. Die Sache mit dem Alkoholverbt schien ihm ebenfalls nicht zu passen, denn er stöhnte leise.
"Die Regeln haben ihren Sinn und Zweck und auch du wirst dich daran halten müssen", kommentierte Sophie nur sein Gebaren. Nur weil Jamie es für unnötig hielt, würde sie die Regeln nicht ändern. Sie hatten ihren Grund.
"ich denke du wirst es überleben, wenn du auch dies sein lässt, denn es gibt Schüler hier, die missbraucht oder vergewaltigt wurden und um diese zu schützen gelten für alle die gleichen Regeln. Auch für dich", wies Sophie den Jungen ein wenig schärfer als eben noch zurecht. Weiter würde sie auf das Thema nicht eingehen.

Stattdessen fuhr sie fort und erklärte Jamie das alles was er sagte unter ihnen blieb und man ihm hier helfen wollte. In wie weit ihnen das gelang lag vor allem an ihm selbst. Im Moment sah es für Sophie nicht so aus, als hätte er sonderlich viel Interesse daran. Jedoch machte der Junge ein ernstes Gesicht, welches Sophie nicht wirklich zu deuten wußte.

"Kennen wir durchaus und natürlich haben die Schüler hier auch ihren Spaß. Das wirst du schon noch merken.", erwiderte Sophie. Was die Sterblichkeitsrate anging, wollte die Betreuerin dies erst unkommentiert lassen, denn das war ein Thema, welches sie schon schmerzte. Nicht weil auch nur ein Schüler während der Ausflüge etc. gestorben war, sondern weil sie sich umgebracht hatten oder es versucht hatten. Dies machte ihre Arbeit hier nicht leider, aber notwendiger.

"Du kannst unbesorgt sein, gestorben ist hier noch keiner", teilte sie Jamie dann mit, ohne näher darauf einzugehen. Das wollte sie auch nicht. Außerdem grinste der Junge so übertrieben und frech, das Sophie eine solche Diskussion mit ihm nicht fuhren wollte.
Dann jdoch wurde Jamie ernst und erkundigte sich, ob es hier Musikunterricht und Instrumente gab. Anhand dessen merkte die Betreuerin das ihm dieses Thema wohl am Herzen lag.
"Eine Schulband nicht, aber Musikunterricht gibt es und ein paar Instrumente ebenfalls. In der Halle steht z.B. ein Klavier und eine Gitarre haben wir auch. Spielst du?", erkundigte sich Sophie nun ihrerseits interessiert. Sie war wirklich neugierig ob Jamie ein Instrument spielen konnte, aber wieso sollte er sonst fragen.

Jamie Dougal

Beitrag von Jamie Dougal » 08.03.2011, 17:27

Sie reagierte heftiger als erwartet, auf seine etwas abfällige Bemerkung über das Zölibat, was man ihn auferlegte. Sie würde erbarmungslos sein, dass sah er ihr an, gerade weil sie sehr heftig reagierte und ihn schonungslos ins Gesicht sagte, dass sie Fälle von Vergewaltigungen und Missbrauch in der Schule beherbergten.
Es schockierte ihn schon ein wenig, da er das alles sehr weit entfernt erlebt hat und höchstens Berichte in Fernsehen gesehen hatte. Doch dass er einmal so ein Opfer treffen würde, hatte er bisher nicht mal ansatzweise dran gedacht. Da zeigte sich wieder, dass das Leben immer anders Verläuft als man sich denkt und wünscht.

Er beschloss für sich, dass er erstmal die Frage nach Sex für ihn beiseite schieben würde und bei Zeiten noch mal darüber nachdenken würde. Das wäre das einfachste, außerdem hatte er bestimmt in nächster Zeit so wie so genügend zu tun.
Er musste sich erst einmal einleben und die anderen kennen lernen, die ebenfalls hier ihr trostloses Leben fristen. Bisher hatte er an sie nicht wirklich gedacht, da er viel zu sehr an sich und seine veränderte Situation gedacht hatte. Sein Unmut über die neue Situation hatte ihn vollkommen den Blick vernebelt für Andere.


Auf seine offene Provokation schien sie dann allerdings nicht wirklich drauf einzusteigen. Zwar kommentierte sie und beantwortete die Fragen, wie es, so vermutete Jamie, ein Zwang von ihr war, doch ließ sie sich nicht reizen. Kühl und fachlich ohne näher darauf einzugehen, stellte sie die Fakten dar ohne ihn zurecht zu weisen, wie er es eigentlich erwartet hatte.
Es störte ihn nicht wirklich. Er hatte nur schauen wollen, ob sie auch solch eine Situation gewachsen war, doch anscheinend hatte sie Jamies Absichten erkannte und dem nach gehandelt.

Dann endlich stellte er die Frage die ihn am meisten interessierte und bekam auch eine Antwort. Zu seiner Erleichterung besaß dieses Internat ein Klavier und sogar noch besser eine Gitarre, so war der Verlust seiner eigenen Gitarrensammlung nicht ganz so schmerzlich, da er seine Musik nicht ganz aufgeben musste.
Doch schien er mit dieser Frage auch das Interesse der Betreuerin geweckt zu haben, denn sie harkte nach, ob er ein Instrument spielte. Er wusste nicht was er von den Umschwung vom offiziellen zum privaten halten sollte. Normalerweise ging er solchen Fragen aus dem Weg, wenn er Interviews gab, doch hier blieb ihn dass sicherlich nicht erspart.
„Gerade nicht, da man dafür gesorgt hat.“ Dabei klopfte er mit dem Linken Zeigefinger auf seinen Gips, den die Betreuerin bisher ignoriert hatte. Vielleicht war es eine Masche von ihr oder sie hatte ihn bisher nicht wirklich registriert, er wusste es nicht, doch hatte sie bisher mit keinem Wort seine Behinderung, welches der Gips schlussendlich nun mal war, erwähnt.
„Doch normalerweise spiele ich Gitarre.“ Fügte er hinzu und beantwortete damit ihre Frage ohne zuviel von sich zu verraten. Er plusterte sich auch nicht auf, weil er ein musikalisches Genie war und eigentlich alles spielen konnte was man ihn vorsetzte. Es sollte vorerst sein kleines Geheimnis bleiben, was sie schon noch früh genug herausfinden würden.

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 08.03.2011, 18:45

Jamie sagte nichts mehr, als Sophie ihn darauf hinwies, dass es hier Schüler gab, die Erfahrungen mit Missbrauch oder Vergewaltigung gemacht hatten. Vermutlich hatte der Junge dies nicht gewußt, ansonsten hätte er wohl kaum eine solche Frage gestellt. Nun aber wußte er den Grund für diese Regeln und Sophie hoffte das er sich auch daran hielt. Sicher er war jung, auch wenn er einer der ältesten Schüler hier war, doch er würde es wohl schaffen seine Hormone ein weile unter Kontrolle zu halten. Andere schafften dies schließlich auch. Sophie würde es ja sehen oder so.

Das sie sich von ihm nicht provozieren ließ, schien ihn zu überraschen, denn auch dazu sagte Jamie nichts weiter. Sophie war nicht böse drum. Sie hatte ihn aufgeklärt und gut wars. Der Junge würde schon mitbekommen, wie der Hase hier lief. Die anderen, da war sich die Betreuerin sicher, würden ihn schon informieren. So war es bis jetzt immer gewesen.

Als der Junge sich erkundigte, ob er hier die Möglichkeit hatte ein Instrument zu spielen, wirkte er verändert, viel ernster, als eben noch. daraus schloss die Betreuerin das ihm am Musizieren etwas lag und daher hakte sie nach.
Aufgrund des Gipses konnte er derzeit zwar nicht spielen, aber ansonsten spielte er Gitarre.
Sophie war überrascht und zeigte ihre Bewunderung. Sie selbst war nicht im geringsten Musikalisch, weder konnte sie singen, noch ein Instrument spielen.
"Dann hoffe ich du spielst mir mal was vor, wenn der Gips ab ist", meinte sie. Soweit sie wußte spielten sogar einer der Ridgerunner Klavier. Daraus ließe sich doch bestimmt etwas machen. Aber nun erst einmal weiter im Text.

"Frühstück gibt es zwischen 6:30 Uhr und 8:00 Uhr. Anschließend ist Unterricht bis 13:00 Uhr. nach dem Mittagessen finden verschiedene Akivitäten statt, meistens in der Gruppe. Davon haben wir hier derzeit 4. Du kommst zu den Ridgerunnern, deine Betreuer sind Hannah Bauer-Barnes und Marc Flamming. Die beiden wirst du später kennenlernen, ebenso die anderen aus dein er Gruppe. Abendessen ist ab 18:00 Uhr. Die Schlafsäle haltet ihr selbst sauber, ebenso eure Wäsche die hier jeder selbst wäscht. Jeder packt hier mit an, die Angestellten, wie auch die Schüler. keiner macht hier eine Arbeit, die ein anderer nicht auch macht.", erklärte Sophie sachlich, dann war sie mit diesem Teil fertig.

"Hast du Fragen? Ansonsten würde ich jetzt gern deine Tasche durchsuchen", endete die Betreuerin und stand schon einmal auf. jetzt kam der Part, dem die meisten Schüler nicht sonderlich mochte. Das Durchsuchen der eigenen Tasche.

Jamie Dougal

Beitrag von Jamie Dougal » 09.03.2011, 17:54

Privatkonzerte kosten extra.“ Konterte er ihre Bitte ihr mal etwas vorzuspielen sobald er wieder konnte. Doch es dauerte nicht lange da besinnte er sich wieder, wo er war und wieso. Solch eine Bemerkung war für ihn nicht ganz ungefährlich, als bemühte er sich gleich wieder davon abzulenken. „War nur ein Scherz. Mal schauen was sich einrichten lässt.“ Räumte er ein, auch wenn ihn die Vorstellung nicht wirklich gefiel.

Dann switchte sie so schnell wieder zum formellen Teil über, wie als hätte man bei ihr ein Schalter umgelegt und Jamie fragte sich in Stillen ob sie die Dinge die sie sagte zuvor auswendig gelernt hatte. Er konnte sich gut vorstellen, dass sie eine Liste besaß auf der alle Punkte standen, die sie abzuarbeiten hatte und die sie vor jeder Aufnahme noch mal durchging um ja nichts zu vergessen.

Die Frühstückszeit vergas er gleich wieder, die Namen der Betreuer konnte er sich nicht so schnell merken und der Namen der Gruppe ging vollkommen an ihn vorbei. Doch entging ihn nicht, dass man ihn zur Hausarbeit verdonnern wollte, was ihn innerlich aufstöhnen ließ. Er hatte seit beginn seine Karriere keine solche Arbeiten verrichten müssen und das war schon einige Jahre her und eigentlich hatte er nicht vorgehabt dies wieder rückgängig zu machen.
Ihm würde diese Rückführung in ein Bürgerlichesleben mehr abverlangen, als er bisher geahnt hatte. Viele Dinge die für andere selbstverständlich waren, hatte er seit Jahren nicht mehr ausgeführt und hatte sie aber auch nicht sonderlich vermisst. Putzen und waschen waren nie wirklich seine Lieblingsbeschäftigung gewesen, auch wenn er es schon zwangsläufig früh gelernt hatte, durch familiäre Umstände.

Sie schloss ihren Beitrag mit der Üblichen ‚Noch-Fragen-Floskel’ ab und kündigte gleich darauf an, dass nun die Taschendurchsuchung an der Reihe war.
Wie lang hast du geübt bis du das so drauf hattest?“ ließ er sich nicht nehmen seine Gedanken auszusprechen, die ihn durch den Kopf gegangen waren, verkniff sich allerdings das hämische Grinsen und schaute sie stattdessen Ausdruckslos an. Sie würde sich sicher noch lange an ihn erinnern, denn einfach würde er es ihr nicht machen.

Dann griff er nach der Tasche und schmiss sie auf den kleinen Tisch vor ihn. „Tu dir keinen Zwang an. Sind keine Drogen drin und auch kein Alk. Alles völlig sauber.“ Die Aussage entsprach der Wahrheit, doch lag es nicht daran, das Jamie ein braver Junge war, sondern daran, dass er bei seinen Vater keine Alk oder Drogen aufbewahrt hatte.
Der Inhalt der Tasche war ehe auf wenige Habseligkeiten beschränkt. Außer einer eher begrenzten Auswahl an rockigen Klamotten, enthielt sie noch ein Bild von seiner ersten Schulband, einen älteren Mp3-Player und eine Plektron, was er noch unter seinen alten Sachen gefunden hatte. Es war nicht viel und wo er darüber nachdachte, schämte er sich sogar ein wenig über die magere Ausbeute. Liebend gerne hätte er seine Habseligkeiten zuvor noch aufgestückt, doch sein Vater hatte es eilig ihn hier abzuliefern und er hatte es nicht eingesehen für seine ‚schwachsinnigen Gelüste’, wie er es nannte, Geld auszugeben.

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 10.03.2011, 11:28

Jamie konterte prompt und meinte das Privatkonzerte etwas kosten würde. Im ersten Moment wußte die Betreuerin nicht, was sie davon halten sollte und wollte schon etwas erwidern. Doch da meinte der Junge das alles nur ein Scherz gewesen wäre und er mal schauen würde. Sophie nickte schmunzelnd.
"Ich freue mich bereits jetzt schon. Vielleicht bekommen wir ja mal eine Band zusammen" Unmöglich war dies nicht, wenn auch nicht gänzlich unwahrscheinlich. Immerhin brauchte man für eine Band mehr als zwei Leute und ob einer der anderen Schüler ein Instrument spielen konnte wußte Sophie Becker nicht. Aber sie würde diese Idee nicht aus den Augen verlieren. Auf das Konzert, falls man es so überhaupt nennen konnte, freute sich die Betreuerin jedenfalls.

"Vielleicht spielst du den anderen aus deiner Gruppe dann auch mal etwas vor. ich kann mir vorstellen, dass es sie interesiieren dürfte.", fuhr Sophie fort und hoffte das Jamie ihren Vorschlag nicht von vornherein ablehnte.

Doch nun setzte sie erst einmal die Aufnahme fort, das war jetzt wichtiger. Unterhalten konnten sich die Beiden immer noch. Sophie erklärte also wie der zeitplan der Schule aussah, nannte Jamie die Namen seiner beiden Betreuer und die der Gruppe, in der er ab sofort wohnte. jedenfalls solange wie er hier war. Die begeisterung des Jungen hielt sich in Grenzen, aber etwas anderes hatte die betreuerin auch nicht erwartet. Die meisten regierten so, wenn sie erfuhren, was hier alles von ihnen erwartet wurde.
Am Ende erkundigte sich Sophie, ob Jamie noch Fragen habe. Aber anstatt eine zu stellen, reagierte er mit einer Gegenfrage, indem er wissen wollte, wie lange sie gebraucht habe dies auswendig zu lernen.
"Eine Weile hat es gedauert", erwiderte Sophie mit einem Lächeln. Wieso sollte sie ihm diesen kleinen Scherz nicht erlauben. Im Grunde hatte der Junge ja recht. Die Aufnahme lief hier meistenes immer nach dem selben Schema ab.
"Eines noch Jamie, die Betreuer werden hier nicht gedutzt, ich wäre dir Dankbar wenn du dich daran halten würdest. Du kannst mich gern beim Vornamen nennen, aber nicht dutzen", wies sie ihn schließlich noch freundlich auf etwas hin, was sie hier nicht gern hatten. Eine gewisse Distanz zwischen Schülern und Betreuern solltze und musste bestehen bleiben.

Mit der Durchsuchung seiner Tasche hatte Jamie keine Probleme. Er habe weder Drogen noch Alkohol drin, versicherte er ihr, doch davon wollte sich Sophie selbst überzeugen. Die Tasche stellte der Junge selbst auf den Tisch. Sophie zog sich Einmal-Handchuhe über und öffnete die Tasche. Sorgfälltig durchsuchte sie alles, konnte aber in der Tat nichts finden, das verboten war.
"Alles in Ordnung", erklärte sie kurz darauf. Ein wenig überrascht war die Betreuerin schon, denn sie hatte durchaus etwas anderes erwartet. Aber manchmal irrte eben auch sie sich.
"Gut dann wären wir hier fertig und können rüber in die Krankenstation gehen. Dort wird einer unserer Ärzte dir Blutabnehmen und ein paar Fragen stellen. Außerdem werden deine Sachen nach verbotenen Sachen durchsucht", schilderte Sophie das weitere vorgehen.
"Anschließend zeig ich dir deinen Schlafsaal und bring dich zu deiner Gruppe. Deine Tasche kannst du gleich mitnehmen" Auf diese Weise mussten sie anschließend nicht noch einmal her.

tbc: Flur der Krankenstation
Zuletzt geändert von Sophie Becker am 10.03.2011, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

Jamie Dougal

Beitrag von Jamie Dougal » 10.03.2011, 20:21

Sophie schien sich wirklich darüber zu freuen ihn bald bei seinem Gitarrenspiel zu zuhören. Sie schien so begeistert, dass sie sogar vorschlug eine Band zu gründen. „Wäre echt nicht übel so eine Band.“ Stimmte er zu und versank in Erinnerungen an seine Anfänge.
Irgendwie fehlten ihn die Jungen von damals. Sie hatten alle die gleiche Leidenschaft geteilt und Geld war ihnen egal gewesen. Sie waren noch Freunde gewesen, seine Bandmitglieder und er in The Zero Hour waren bloß Partner gewesen und nicht mehr. Es hatte ihn bisher nicht wirklich was ausgemacht, denn er hatte seine Drogen, den Alkohol, die Groupies und das begeisterte Publikum gehabt, was ihn von allen anderen abgelenkt hatte. Doch nun wo er wieder am Bodensatz der Gesellschaft angekommen war, fehlten ihn echt seine Freunde von damals. Sicherlich hatten sie ihn allerdings längst abgeschrieben und hatten ihre eigenen Wege begonnen.

Dann schlug sie in ihrer Begeisterung sogar vor, dass er seinen Gruppenmitglieder, die er noch nicht mal kannte, doch auch mal ein Ständchen halten könne. Doch davon war er nicht wirklich überzeugt und verfiel wieder in seine spöttische Art zurück, die sein eigen war. „Und was bitte? Ein bisschen Liebe, ein bisschen Frieden? Ähm…. Schlager sind nicht so meinst und Friede-Freude-Eierkuchen-Lieder auch nicht.“ Dabei verzog er ein wenig angewidert sein Gesicht um den gesagten Nachdruck zu verleihen.

Und schon waren sie wieder beim Aufnahme Prozedere. Sophie leierte ihre Pflichtsätze herunter und Jamie konnte sich nur die Hälfte merken, doch genau die Hälfte gefiel ihn nicht wirklich, denn es ging um Verpflichtungen und Hausarbeit. Um von all dem ein wenig abzulenken fragte er sie ob sie lange gebraucht hatte alles so auswendig auf die Kette zu bekommen, als er wieder an der Reihe war Fragen zu stellen.
Doch Miss Becker nahm es ihn mal wieder nicht übel. Sie schien eine enorm hohe Toleranzgrenze zu haben und über fiel mit einen Lächeln auf den Lippen hinweg zu sehen. Doch konnte sie auch durch aus streng sein, wie sie gleich darauf bewies, nachdem sie ihn eine ehrliche Antwort gegeben hatte.
Sie bat ihn das duzen, was er rein aus Gewohnheit getan hatte, da er bisher immer alle herumscheuchen konnte wie es ihn beliebte, zu unterlassen. Doch erlaubte sie ihn in gleichen Atemzug sie mit Vornamen nennen zu dürfen. „Wie sie wünschen Miss Sophie.“
Sie sah für ihn nicht aus wie eine verheiratete Frau. Dieses Schema passte nicht zu ihr fand Jamie, denn noch glaubte er nicht, dass sie in absoluter Abstinenz lebte, wie sie es nun von ihn verlangte. Sicher hatte sie ein Techtelmechtel mit jemanden am Laufen. Es war auch nicht auszuschließen, dass er an dieser Schule arbeitete.

Dann wollte sie seiner Tasche sehen und er legte sie bereitwillig auf den Tisch. Sie zogen Einweghandschuhe an, was ihn ein wenig kränkte, weil es ihn irgendwie signalisierte, dass er unsauber war. Denn noch verbiss er sich einen Kommentar. Sie fand wie er vorausgesagt hatte nicht das Geringste und schien sich darüber doch zu wundern.

Nachdem sie diesen Punkt auch abgeharkt hatten, ratterte sie eine neue Liste herunter mit der sie ihn nun quälen würde. Stumm nahm er alles zu Kenntnis, griff nach seiner Tasche und folgte ihr in den Flur hin zum Arzt.

tbc: Flur der Krankenstation
Zuletzt geändert von Jamie Dougal am 10.03.2011, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 19.07.2011, 12:46

cf: Rezeption

Sophie schloss die Tür auf und hielt sie dann Jeff und seiner Großmutter auf.
"Setz dich bitte Jeff", forderte sie den Jungen auf und wandte sich dann an dessen Großmutter. "Sie können gern ebenfalls Platz nehmen. Es wird auch nicht lange dauern. Jeff kennt das ja noch vom letzten Mal oder?", fuhr Sophie fort und schloss nun die Tür, damit sie hier in Ruhe reden konnten. Sophie blieb stehen, nicht weil sie keinen Stuhl mehr zum sitzen hatte, sondern weil sie vermeiden wollte, erneut von Kopfschmerzen geplagt zu werden.

"Okay Jeff. Über deine Flucht werden wir sicherlich später noch reden und wenn du irgendetwas auf dem Herzen hast, über etwas reden willst, kannst du jederzeit zu mir, Peter oder einem der anderen Betreuer gehen. Das weißt du. Auch das alles unter uns bleibt, was du mir oder einem der anderen Betreuer erzählst. Nichts wird weitergesagt, außer du gefährdest dich oder andere. An die Regeln erinnerst du dich vielleicht noch. Keine Drogen, kein Sex und keine unangebrachten Berührungen.", zählte Sophie auf, was Jeff hier nicht durfte, aber vermutlich erinnerte er sich daran noch. Sie hoffte gleichzeitig das er die Möglichkeit nutze und früher oder später mit ihr oder einem der anderen reden würde. Unter Druck setzten wollte sie ihn nicht, denn das würde nichts bringen. Jeff musste von alleine ankommen und reden.

"Du kommst wieder in deine alte Gruppe, dort bring ich dich auch gleich hin, aber zunächst muss ich noch deine Sachen durchsuchen und zur Krankenstation müssen wir dann auch noch", fuhr Sophie fort. Anschließend kontne Jeff sich ausruhen und wieder eingewöhnen. Von seiner Großmutter würde er sich dann jedoch auch verabschieden müssen.

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Jeff Wilson
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Beitrag von Jeff Wilson » 20.07.2011, 23:04

cf: Rezeption

Kurz sah Jeff sich um als sie das nicht gerade hübsch eingerichtete Aufnahmezimmer betreten hatten. Es erinnert ihn irgendwie an eine Zelle in einem Gefängnis und sofort spürte Jeff wie eine leichte Panik in ihm aufstieg und wie es ihm heiß und kalt zugleich wurde. Dazu hörte er wieder die Worte von Jason, der ihm bei ihrer Flucht vor der Polizei klar gemacht hatte das er für den Angriff auf den Polizisten auf jeden Fall ins Gefängnis kommen würde. Dabei hatte er dem Mann doch gar nicht weh tun wollen. Es war doch nur ein dummer Unfall gewesen. Doch wer würde ihm das schon glauben. Niemand.

Durch die Gedanken abgelenkt, zuckte Jeff zusammen als Sophie die Tür hinter ihnen schloss. 'Du musst jetzt ruhig bleiben, denn sonst ahnen sie gleich das etwas nicht stimmt' sprach er sich selbst innerlich Mut zu und folgte dann der Aufforderung der Betreuerin sich auf einen der Stühle zu setzen.

Nun folgte das was er schon einmal von dem Schulleiter gehört hatte und von dem er bereits damals nicht sonderlich begeistert gewesen war. Trotzdem hörte er zu, blickte jedoch zwischendrin hilfesuchend zu Lilly, in der Hoffnung sie könnte vielleicht doch noch etwas daran ändern das er nun hier bleiben musste.

Als Sophie dann mit ihrem Vortrag fertig war, stand Jeff auf und brachte ihr seine Tasche. „Außer Kleidung und ein paar Schuhen ist eh nichts drin.“, erklärte er ihr und stellte die Tasche dann vor ihr auf den Tisch.

Anschließend setzte er sich wieder auf den Stuhl und wartete ab. Dabei überlegte er ob er jemanden aus seiner Gruppe bereits kennen gelernt hatte. Aber so weit er sich erinnern konnte war das nicht der Fall gewesen. Dafür war er einfach viel zu kurz hier gewesen. Hoffentlich waren die anderen wenigstens nicht so wie die Kerle mit denen sie immer wieder Streit gehabt hatten, denn dann wusste er nicht ob er sich zurück halten würde können.

Immer wieder mal warf Jeff einen Blick zu Sophie und beobachtete dabei was sie mit seinen Sachen tat, bis ihm eine Frage in den Sinn kam. Nur war er sich nicht sicher ob er sie jetzt stellen durfte, weil sie gerade mit etwas anderem beschäftigt war. Also räusperte er sich unsicher und sprach die Betreuerin dann vorsichtig an. „Mmmh, ich weiß nicht ob ich das darf, aber ich hätte eine Frage. Ist das erlaubt sie jetzt zu stellen?“, tastete er sich langsam vor.

ooc: Du hast doch auch dein eigenes Büro. :)

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BL-NPC
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Beitrag von BL-NPC » 23.07.2011, 22:30

cf: Rezeption

Ruhig folgte Lilly der Betreuerin und Jeff in das doch recht unfreundlich wirkende Aufnahmezimmer. So wie das Foyer ausgesehen hatte, hatte sie vermutet, dass dieser Raum auch ein wenig einladender sein würde, aber wenn sie bedachte, dass sicher auch einige Schüler unfreiwillig hierher kamen und dann bei dem Aufnahmegespräch möglicherweise geradezu aggressiv wurden, dann war die spärliche Einrichtung zu verstehen. Würde sich hier mehr als ein Tisch und zwei einfache Stühle befinden, dann könnte zu viel bei einem Wutausbruch kaputt gehen.

In Jeff schien dieser Raum jedoch schlechte Erinnerungen wach zu rufen. Sie merkte, wie ihr Enkel sich verspannte und sich sogar leichte Schweißperlen auf seiner Stirn bildeten. Um ihn zu beruhigen und ihm auch ein wenig Zuversicht zu geben legte sie ihm die Hand auf die Schulter. "Keine Sorge, Jeff. Alles wird gut.", ermutigte sie ihn und lehnte das Angebot von Miss Becker ab. "Nein danke. Nach der langen Fahrt tut es gut ein wenig zu stehen."

Außerdem wollte sie lieber in der Nähe ihres Enkels bleiben und ihn ermutigen, falls er sich schlecht fühlen sollte. Da Jeff schon einmal hier gewesen war, verlief das Aufnahmegespräch sicher ein wenig anders als bei Schülern, die schon einmal hier gewesen waren. Als Jeff dann meinte, dass in seiner Tasche eigentlich nicht mehr als ein paar Kleidungsstücke und Schuhe waren, fiel Lilly wieder einmal auf, wie wenig er im Gegensatz zu anderen Jugendlichen eigentlich besaß. Ein Handy durfte er hier an der Schule zwar nicht haben, genauso wenig wie einen Laptop oder irgendein tragbares Videospiel, aber für abends wäre es sicher interessant für ihn, wenn er zumindest einen dieser neumodischen Walkmen hätte und ein paar Bücher zum Lesen.

Sobald sie wieder zuhause war, würde sie sich auf jeden Fall damit beschäftigen und Jeff bei der nächsten Gelegenheit eines dieser Geräte zusammen mit ein paar der alten Abenteuerromane ihres Mannes schicken. Wenn sie dann genau wusste, welche Bücher ihren Enkel interessierten konnte sie auch in einen Bücherladen gehen und ihm ein paar neue Romane kaufen. Diese Harry Potter Romane schienen momentan bei den Jugendlichen sehr beliebt zu sein, so wie sie gelesen hatte, vielleicht würde sie ihm den ersten Roman dieser Reihe besorgen und ihm ebenfalls schicken. Am liebsten hätte sie sich darum schon längst gekümmert, aber in den letzten Tagen war gerade noch Zeit für das notwendigste gewesen.

Als Jeff die Betreuerin dann wieder mit äußerster Vorsicht ansprach, nahm Lilly seine Hand, drückte sie kurz und sah ihn dann lächelnd an. Die Betreuerin würde ihn für seine Fragen sicher nicht bestrafen, besonders wenn er freundlich zu ihr war. "Ist es eigentlich erlaubt den Schülern hin und wieder Pakete mit Süßigkeiten oder anderen Dingen zu schicken?", fragte sie die Betreuerin freundlich. Sie war zwar nie auf einem Internat gewesen, aber wenn es einigermaßen mit einem Landschulheim vergleichbar war, dann waren Süßigkeiten bei den Schülern immer gerne gesehen.

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 24.07.2011, 12:48

ooc: Naja da Sophie in der Serie kein Büro hatte, hab ih nicht mehr dran gedacht, das hier eines ist.

ic: Jeffs Großmutter wollte lieber stehen bleiben, begründete ihre Entscheidung damit lange genug gesessen zu haben. Sophie konnte es verstehen und nickte daher nur. Mrs Wilson blieb neben ihrem Enkel stehen, um ihm Mut zu machen und zu unterstützen. Normalerweise waren Eltern bei der Aufnahme nicht dabei, aber hier machte Sophie gern eine Ausnahme. Jeff schien sich doch ziemlich unwohl zu fühlen und die Betreuerin hatte sogar das Gefühl, dass der Junge ein wenig Angst hatte. Dabei hatte er hier doch gar nichts zu befürchten. Sophie war nicht sauer auf ihn, weil er weggelaufen war. Jeff hatte seine Gründe gehabt. Die Betreuerin war froh, dass der Junge gesund und munter wieder hier vor ihr saß.

Zunächst begann sie ihn an die Regeln zu erinnern und ermutigte ihn gleichzeitig mit ihr zu reden, wenn er es wollte. Sie wäre da. Doch nun wollte Sophie seine Sachen durchsuchen, auch wenn er sagte, dort nur Kleidung drin zu haben. Trotzdem stellte Jeff seine Tasche auf den Tisch. Sophie zog sich Einmalhandschuhe an und öffnete die Tasche. Viel war wirklich nicht drin. Klamotten, Schuhe und eine Waschtasche. Denn noch sah sich Sophie alles an, besonders die Sachen in der Waschtasche, denn es war schon einmal passiert, dass ein Schüler dort Drogen eingeschmuggelt hatte. Dies sollte sich auf keinem Fall wiederholen.

Sie war noch dabei, als Jeff vorsichtig den Mund öffnete und sie ansprach. Sophie hielt inne und sah ihn an. "Natürlich darfst du. Du kannst alles Fragen Jeff und du muss wirklich keine Angst haben. Hier wird dir niemand den Kopf abreißen oder dergleichen", ermutigte Sophie den Jungen. Kaum hatte Jeff seine Frage gestellt, da wandte sich auch seine Großmutter an Sophie. Sie wollte wissen, ob es erlaubt sei den Kindern ab und an Süßigkeiten und Pakete zu schicken.
"Natürlich. Allerdings kontrollieren wir die Post. Damit nichts unerlaubtes reinkommt. Aber sie können Jeff gerne ab und an ein Päckchen schicken. Die meisten Schüler erhalten solche Päckchen regelmäßig.", erklärte Sophie. Schließlich waren sie hier sowas wie ein Internat und auch wenn sich nicht alle Schüler mit ihren Eltern verstanden, die meisten taten es doch und freuen sich immer wieder, wenn sie Post von zu Hause bekamen.

"Alles in Ordnung mit deiner Tasche", erklärte Sophie scließlich, nachdem sie alles durchsucht hatte. Sie schloss die Tasche wieder und stellte sie zurück auf den Boden.

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Jeff Wilson
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Beitrag von Jeff Wilson » 25.07.2011, 19:21

ooc: Ja, ich weiß das sie kein Büro hatte, aber im RPG hätte ich es unfair gehalten wenn sie keines hätte. :)

ic: Es tat gut das seine Oma die ganze Zeit über bei ihm blieb und ihm sogar tröstend die Hand auf die Schulter legte. So fühlte er sich wenigstens nicht so einsam. Dennoch wäre er am liebsten im Haus seiner Oma und nicht hier, denn ein Zuhause würde diese Schule für ihn mit Sicherheit nicht werden. Auch wenn die Leute vom Jugendamt der Meinung gewesen waren, dass die meisten Schüler sich nach einer Weile sehr wohl hier fühlen würden.

Auf seine Frage reagierte Sophie sehr freundlich, womit Jeff ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte, denn so weit er sich noch an das Gespräch mit dem Schulleiter erinnern konnte, hatte er auf ihn damals so den Eindruck gemacht als ob er ziemlich streng war. Aber womöglich hatte das auch daran gelegen, dass er damals von einem Mitarbeiter des Jugendamtes gebracht worden war, der ihm wahrscheinlich erzählt hatte das er vorsichtig bei ihm sein sollte. Schließlich hatten sie ja ihre Mutter angegriffen und waren dementsprechend unberechenbar.

„Na ja, ich wollte nur einmal wissen ob ich von Zeit zu Zeit auch mal zu meiner Oma darf? Also so für ein paar Tage oder vielleicht über die Ferien, wenn es so was hier gibt. Oder muss ich nun so lange hier bleiben bis ich meinen Abschluss habe und darf erst dann wieder nach Hause? Ich weiß zwar, dass diese Frage vielleicht blöd für sie klingen mag, aber nun wo ich endlich eine Familie habe möchte ich wenigstens immer mal wieder bei ihr sein.“, gestand er leise. „Und in der Zeit wo ich hier bin, darf ich da mit meiner Oma und meinem Bruder telefonieren?“ Andere Jugendliche waren vielleicht froh ihre Familie nicht mehr sehen zu müssen, aber bei Jeff war das nicht der Fall. Schließlich hatte er noch nie jemanden gehabt der sich um ihn gekümmert hatte und nun wollte er das Gefühl des geborgen seins nicht gleich wieder für immer verlieren.

Gespannt wartete er nun auf die Antwort der jungen Frau, als auch seine Oma noch eine Frage stellte. Sie wollte wissen ob sie ihrem Enkel hin und wieder ein Paket mit Süßigkeiten oder anderen Dingen schicken durfte. Ein wenig verwundert sah er seine Oma an, denn bisher hatte er noch nie von jemandem etwas geschenkt bekommen. Deshalb war es ihm nun auch ein wenig peinlich, dass sie ihm etwas schicken wollte. „Das brauchst du doch nicht. Du hast bisher schon so viel für uns beide getan. Schon alleine die neue Kleidung die du uns gekauft hast. Und du musst dich ja auch noch weiterhin um Jason kümmern, damit er so schnell wie möglich gesund wird. Ich habe hier bestimmt alles was ich brauche.“ Freundlich lächelte er seine Oma an. Dann nickte er, als Sophie meinte das mit seiner Tasche alles in Ordnung sei.

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BL-NPC
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Beitrag von BL-NPC » 26.07.2011, 20:00

Lächelnd blickte Lilly zu Jeff, als sie seine Frage hörte. Sie fand es wunderbar, dass er sich bei ihrem Mann und ihr scheinbar so wohl fühlte, dass er sie möglichst häufig besuchen wollte. In diesem Alter hatte ihre Tochter schon so viel Zeit wie möglich weit weg von ihr verbringen wollen, aber besonders bei Jeff schien es etwas anderes zu sein. Im Gegensatz zu den meisten Jugendlichen hatte er schon zum Teil gelernt, wie es war alleine zu leben und wollte daher wohl auch möglichst viel Zeit bei ihnen verbringen.

Sie war schon gespannt, ob Miss Becker dem zustimmen würde, aber besonders in den Ferien oder an verlängerten Wochenenden konnte sie sich eigentlich keinen Grund vorstellen, der dagegen sprechen würde. Wegen Jasons Sucht würden sie eh darauf achten, dass die beiden nicht an Alkohol gelangen konnten, denn so wie die Ärzte in der Klinik gesagt hatten, würde für Jason wohl für immer die Gefahr bestehen rückfällig zu werden.

Dass die Pakete erst einmal kontrolliert werden würden, bevor die Schüler sie erhielten, konnte Lilly gut verstehen, denn sonst könnten auch unerlaubte Dinge in die Schule eingeschleust werden, die auf keinen Fall erlaubt waren. „Danke.“, bedankte sie sich bei Miss Becker für die und schüttelte dann leicht den Kopf, als Jeff dann aber meinte, dass sie das nicht tun musste. Er war so bescheiden und freundlich, dabei wollte sie ihm doch nur eine liebe Großmutter sein.

Damals, als sie ein Kind gewesen war, waren die Zeiten zwar nicht unbedingt einfach gewesen, aber ihre Großmutter hatte ihr immer wieder ein paar kleine Geschenke und Überraschungen bereitet und genau so wollte sie es, nun wo sie ihren Enkel endlich kennen gelernt hatte, auch machen. "Du und dein Bruder seid meine Enkel und ich werde mich um euch so gut wie möglich um euch kümmern.", erwiderte sie mit einem Lächeln und drückte kurz Jeffs Hand. Sie würde nicht versuchen ihn mit ihrer Nähe zu erdrücken, aber besonders da er nicht bei ihnen sein konnte, wollte sie ihm hin und wieder eine Freude und ihm seinen Alltag auf dem Internat etwas schöner machen.

Sophie Becker

Beitrag von Sophie Becker » 27.07.2011, 17:21

Sophie rechnete mit allem möglichen, aber nicht mit der Frage, die dann kam. Denn die wenigsten Jugendlichen die hierherkamen, wollten ihre Eltern oder Großeltern freiwllig sehen. Daher war sie doch ein wenig überrascht, als Jeff diesen Wunsch äußerte. Insgeheim aber freute sie sich, das er in Lilly Wilson ein Familienmitglied gefunden hatte, das ihn wirklich liebte. Und das schien die ältere Dame wirklich zu tun, so wie sie Jeff ansah und für ihn da war.

"Nein, keine Sorge Jeff, du musst nicht bis zu deinem Abschluss komplett hier bleiben. Auch andere Kids fahren in regelmäßigen Abständen nach Hause. Das sollt ihr ja auch, denn immerhin kehrt ihr dorthin wieder zurück und müsste lernen, mit den Bedingungen dort zurecht zu kommen. Verstehst du?", fragte sie nach und hoffte ihr Erklärung war für den Jungen plausibel.
"Deine Frage ist überhaupt nicht blöd Jeff. Blöde Fragen gibt es nicht. Und seine Familie sehen zu wollen, find ich schön. Da wollen wir hier auch nicht im Wege stehen. Zumindest nicht, wenn es möglich ist. Und auch telefonieren kannst du mit deiner Oma und deinem Bruder, allerdings musst du vorher fragen. Deine Oma kann aber auch anrufen, wenn sie möchte, ich geb ihr nachher unsere Telefonnummer"

So machten es die meisten Eltern. Sie riefen irgendwann an. Nicht alle, denn es gab auch Jugendlich die nie etwas von zu Hause hörte und es auch gar nicht wollten. Weil sie geschlagen, missbraucht oder anders vernachlässigt wurden. An zu Hause hatten sie somit nur schlechte Erinnerungen. Aus seiner Akte wußte Sophie, das es Jeff und seinem Bruder ähnlich ergangen war. Das ihre Mutter sie geschlagen hatte und sie sich irgendwann gewährt hatten. Deswegen war sie getrennt worden und Jeff schickte man hierher. Schon damals hatte Sophie dies nicht wirklich verstanden, denn immerhin hatten die Jungs nur noch sich und Kinder trennen, fand Sophie unmöglich. Doch das hatte sich jetzt ja zum Glück bald erledigt und Jason würde auch herkommen.

Lilly Wilson wollte schließlich wissen, wie das mit Päckchen sei, ob sie ihrem Enkel etwas schicken könnte. Dieser schien leicht peinlich berührt zu sein und teilte seiner Oma mit, dass sie ihm nichts schicken müsse. Sie solle sich lieber um Jason kümmern. Sophie fand es ungewöhnlich und sagte dazu nichts, denn das war etwas zwischen Oma und Enkel. Aber so wie sie Lilly Wilson einschätzte, würde diese sich nicht davon abhalten lassen, ihrem Enkel etwas zu schicken. Und so war es dann auch, wie Sophie gleich darauf hörte.

Da mit Jeffs Tasche alles in Ordnung war, konnten sie sich nun daran machen zur Krankenstation zu gehen. Allerdings würde Sophie vorher darum bitten, dass die beiden sich nun doch verabschieden, denn bei der Untersuchung von Jeff sollte Lilly Wilson nicht unbedingt dabei sei.
"Ich werd mit Jeff jetzt zur Krankenstation rüber gehen. Vorher würde ich sie beide jedoch bitten sich zu verabschieden." Dies könnte noch einmal ein heikler Moment sein, weshalb Sophie wachsam blieb. Auch wenn sie nicht hoffte das Jeff Probleme machte, er hatte jetzt bemerkt das ihm hier keiner etwas böses wollte, aber sicher sein konnte sich die Betreuerin nicht.

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Beitrag von Jeff Wilson » 29.07.2011, 22:11

Jeff war wirklich zufrieden mit dem was seine Oma bisher alles für Jason und ihn getan hatte. Es war mehr als ihre Mutter je für sie getan hatte. Daher war es ihm auch immer noch etwas peinlich wenn sie ihm jetzt hin und wieder mal etwas schicken wollte. Doch seine Oma sah das anders. Sie hatte offensichtlich beschlossen sie zu verwöhnen und ließ sich auch nicht mehr umstimmen. „Danke.“, meinte er deshalb nur noch leise zu ihr und musste dabei aufpassen das ihm nicht die Tränen kamen.

Zum Glück beantwortete Sophie ihm dann seine Fragen und lenkte ihn dadurch von seiner Oma ab. „Ja, ich verstehe. Und an wen muss ich mich wenden wenn ich telefonieren muss?“, fragte er sie erleichtert, weil er nun die Gewissheit hatte, dass er immer mal wieder nach Hause durfte. Und das machte ihm den Aufenthalt hier gleich um einiges leichter.

Doch dann kam wovor er sich am meisten gefürchtet hatte. Er musste sich von seiner Oma verabschieden. Und auch wenn er wusste das sie ihn immer mal wieder anrufen würde und auch er die Möglichkeit hatte mit ihr zu telefonieren, fiel es Jeff schwer Abschied zu nehmen. Nur zögernd nickte er deshalb und nachdem er tief Luft geholt hatte, stand er auf und umarmte Lilly. „Ich hab dich lieb. Und ich rufe dich so bald wie möglich an.“, flüsterte er ihr ins Ohr. Dann konnte er nicht mehr weiter sprechen weil ihm nun endlich die Tränen in die Augen schossen. Er drückte sich nur noch an sie und wollte sie gar nicht mehr los lassen.

Aber nach einer Weile sah er ein, dass es nichts bringen würde. Langsam ließ er sie los, trat ein paar Schritte zurück und wandte sich dann an Sophie. „Wir können gehen.“sagte er leise, ohne sie jedoch anzusehen, da er nicht wollte das ihr auffiel das er geweint hatte.

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