Arrestraum 1

Hier findet ihr die Büros, sowie die Rezeption und das Aufnahmezimmer
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Mia-Lana Vogel

Beitrag von Mia-Lana Vogel » 13.10.2009, 19:14

Von Cheyenne kam keine Reaktion, weshalb Mia-Lana an das Bett herantrat und das Mädchen an der Schulter berührte. "Cheyenne? Aufwachen, Cheyenne!" sagte sie laut. Sie lauschte auf die gleichmäßige Atmung der Schülerin. Ihr fiel auf, dass diese zwar ruhig war, aber es klang irgendwie, als würde Cheyenne gar nicht schlafen.

Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 13.10.2009, 19:21

Leider ließ die Person, die soeben den Raum betreten hatte sich nicht täuschen, sondern berührte Cheyenne an der Schulter. Dazu sprach sie das Mädchen auch noch laut an und forderte es auf aufzuwachen.

Cheyenne atete tief durch, um nicht gleich an die >Decke zu gehen. Dann drehte sie sich um und funkelte die Person wütend an.

"Was?", fauchte sie. "Hat man hier überhaupt keine Ruhe? Was wollen Sie? Wenn Sie mich nur wieder zulabern wollen, können Sie gleich wieder gehen"
Auf reden hatte sie nämlich überhaupt keine Lust. Das sie der Frau antwortete war schon zuviel, denn auch das hätte sie am liebsten sein lassen, doch so wie die Frau aussah, hätte sie keine Ruhe gegeben. Von daher musste sie Cheyennes miese Laune jetzt über sich ergehen lassen.

Mia-Lana Vogel

Beitrag von Mia-Lana Vogel » 13.10.2009, 19:41

Cheyenne wandte sich um und fauchte Mia an. Die junge Frau hatte damit nicht gerechnet und zuckte kurz zusammen. Doch sie lächelte Cheyenne freundlich an und meinte: "Hallo Cheyenne. Ich heiße Mia-Lana und bin Ärztin. Ich möchte mir deine Verletzung am Arm ansehen. Und zulabern will ich dich gar nicht. Von mir aus können wir uns gegenseitig anschweigen."

Es störte Mia nicht, dass sie diejenige war, die Cheyenne's schlechte Laune aushalten musste. Sie kannte so etwas schon. Es gab immer mal wieder Patienten, die kräftig auf die ihnen verhassten Ärzten schimpften. Doch das ging bei Mia zu einem Ohr hinein und zum anderen hinaus. Sie nahm das schon seit ihren ersten Tagen als PJ'lerin nicht mehr persönlich.

Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 13.10.2009, 19:49

Wie sich herausstellte, war die Frau Äztin und hieß Mia-Lana. Komischer Name, dachte Cheyenne und musterte die Frau abschätzend. Labern wollte sie nicht, sondern sich nur die Verletzung an ihrer Hand ansehen. Die tat zwar noch ewtas weh, war aber bei weitem nicht so schlimm wie der Fuß. Und das bisschen dreck brachte schon keinen um und wenn war es auch egal. Wen würde das schon groß kümmern?

"Kein Interesse. Mir gehts gut, danke", erklärte Cheyenne kurz angebunden und drehte sich dann auch schon wieder auf die Seite. Das die Frau trotz Cheyennes bissiger Art so freundlich reagierte,d amit hatted as Mädchen nicht egrechnet udn es brachte sie doch etwas aus der Fassung. Normalerweise wurde sie dann angemacht, zumindest von ihren Eltern. Da endeten solche Gespräche immer mit einem großen Gebrüll. Mit soetwas konnte das Mädchen umgehen, mit allem anderen hatte sie doch so ihre Probleme.

Mia-Lana Vogel

Beitrag von Mia-Lana Vogel » 16.10.2009, 21:25

Cheyenne ging auf Mia's Angebot zu Schweigen nicht ein. Stattdessen drehte sie sich wieder zur Wand um. Vorsichtig begann die junge Frau: "Das kann ich nicht so richtig glauben Cheyenne. Du bist im Arrestraum und du hast sicher Schmerzen. Wahrscheinlich hast du das schon 1000 Mal gehört, aber wir wollen dir doch nichts Böses. Ich kann verstehen, wenn du mir nicht glaubst, aber ich versichere dir, dass wir nach deinen Regeln spielen können. Du musst mir nur ein Stück weit entgegen kommen." Mia schwieg einen Moment, um ihre Worte auf Cheyenne wirken zu lassen.

Dann schlug sie vor: "Du lässt mich deine Verletzung ansehen und ich schweige. Ich werde dir kein Gespräch aufdrängen und ich werde dich gleich wenn ich fertig bin, in Ruhe lassen. Können wir uns darauf einigen?"

Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 16.10.2009, 21:40

Und ob sie das schon tausend Mal gehört hatte seit sie hier war. Klar wollte man ihr hier nichts böses, deswegen saß sie auch hier drin, schon klar. Im ersten Moment woltle Cheyenne etwas darauf erwidern, tat es dann aber nicht, weil es ihr allmählich einfach zu blöd wurde sich ständig zu rechtfertigen.
Jedoch hörte das Mädchen auf, als die Ärztin meinte, das sie nach ihren Regeln spielen würden. Wie kam das denn jetzt? Doch so ganz woltle Cheyenne der Frau nicht glauben und trauten tat sie ihr schon mal gar nicht.

Trotzdem hörte sich der kurz darauf folgende Vorschlag nicht schlecht an. Die Ärztin schwieg, sah sich Cheyennes Hand an und ging dann wieder. Das Mädchen holte tief Luft, atmete langsam aus, dann drehte sie sich wieder um.
"Okay", meinte sie und setzte sich auf, hielt der Ärztin die Hand hin und wartete dann einfach ab. Mehr konnte sie dann jawohl nicht tun. Allerdings könnte sie fragen, ob sie noch ihre Sachen bekam, doch dann würde sie ja doch reden müssen und den anderen wollte sie auch nicht begegnen, also ließ sie es bleiben.

Mia-Lana Vogel

Beitrag von Mia-Lana Vogel » 16.10.2009, 22:52

Gespannt wartete Mia-Lana auf eine Reaktion von Cheyenne. Wenn keine kam, würde sie sich etwas anderes ausdenken müssen. Aber da das Mädchen offensichtlich auf keinen Fall reden oder auch nur zuhören wollte, hatte Mia bereits das beste Angebot gemacht. Trotzdem überlegte sie angestrengt, wie sie Cheyenne zur Kooperation überreden könnte.

Doch da drehte das Mädchen sich um und stimmte knapp zu. Cheyenne setzte sich auf und hielt Mia die Hand hin. Die Verletzung war also gar nicht am Arm, wie die Ärztin zunächst angenommen hatte. Mia-Lana ließ sich ihre Erleichterung nicht anmerken, sondern lächlte Cheyenne nur freundlich zu und ging langsam zum Lichtschalter. Sie machte das Licht an, denn sonst konnte sie unmöglich die Verletzung beurteilen.

Die Ärztin nahm ihre Tasche, stellte sie so hin, dass sie an alles heran kam und streifte unsterile Handschuhe über. Vorsichtig löste die den völlig verdreckten und durchgebluteten Verband von Cheyenne's Hand. Es fiel Mia-Lana schwer zu schweigen, denn normalerweise klärte sie ihre Patienten über jeden Arbeitsschritt auf, damit diese wussten, was mit ihnen geschah. Damit Cheyenne alles sah und nicht von irgendeiner ihrer Handlungen überrascht wurde, arbeitete Mia langsam.

Die Verletzung, die zum Vorschein kam, war noch nicht verschorft, sondern offen und mit Wundsekret benetzt. Stutzig wurde Mia-Lana, da die Wundränder nicht frisch aussahen. Es hatte sich eindeutig bereits Schorf auf der Wunde gebildet. Wahrscheinlich hatte Cheyenne diesen wieder abgekratzt. Mia wechselte sie Handschuhe, hielt eine Nierenschale unter Cheyenne's Hand und zeigte dem Mädchen die Flasche mit der Ringerlösung, mit der sie anschließend die Wunde spülte.

Als diese sauber war, desinfizierte Mia sie mit mit einem Schleimhautdesinfizienz getränkten sterilen Kompressen. Dann konnte Mia-Lana einen neuen Verband machen. Die ganze Behandlung hatte nicht lange gedauert. Die Ärztin nahm die Tasche und erhob sich. Auch wenn es ihr schwer gefallen war, hatte sie kein Wort gesagt.

Mia-Lana stand im Raum und sah Cheyenne an. Deren Sturheit stimmte sie traurig. Das Mädchen tat sich selbst damit keinen Gefallen, aber solange es das nicht einsehen wollte, konnten sie ihm kaum helfen. Die junge frau lächelte Cheyenne zu und verabschiedete sich von ihr: "Tschüß Cheyenne und gute Nacht." Sie löschte das Licht, verließ den Raum und schloss hinter sich ab. Es tat ihr in der Seele weh, dass sie Cheyenne einschließen musste.

tbc: Cafeteria

Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 17.10.2009, 09:58

Als die Ärztin das Licht anschaltete, kniff Cheyenne kurz die Augen zusammen, denn plötzlich wa es verdammt hell im Zimmer. Doch ihre Augen gewöhnten sich an das Licht und schlug die Augen wieder auf. Inzwischen saß die Ärztin vor ihr und begann, nachdem sie sich Handschuhe übergezogen hatte, damit den alten Verband von Cheyennes Hand zu lösen. An einigen Stellen klebte dieser an der Wunde fest und es zog, so das Cheyenne das Gesicht leicht verzog. Irgednwie sah ihre Hand ganz schön eklig aus, fand das Mädchen, als sie einen Blick drauf warf.

Dann begann die Ärztin damit die Wunden zu reinigen, woraufhin Cheyenne erneut das gesicht verzog und kurz davor war, ihre Hand wegzuziehen. Doch sie ließ es bleiben, denn umso schnell wären sie mit der ganzen Prozedur fertig. In der Tat dauerte es auch nicht lange und ein neeur Verband ziehrte Cheyennes Hand. Die Ärztin hatte Wort gehalten und nichts gesagt, die ganze zeit über. Cheyenne war darüber nicht unglücklich.

Schließlich erhob sich die Frau, nahm ihre Tasche und ging zur Tür. Erst dort drehte sie sich noch einmal um und verabschiedete sich. Cheyenne sagte nichts, hörte dann nur, wie die Tür zuging und abgeschlossen wurde.
Das Geräusch, welches der Schlüssel im Schloss amchte, ließ ihr Herz schneller schlagen. Vor ein paar Stunden noch hatte ihr das nichts ausgemacht hier zu sitzen und eingesperrt zu sein, doch jetzt fühlte sie sich mit einem Mal vond er ganzen Welt verlassen.
Ihrem ersten Impuls nachgebend, woltle Cheyenne aufstehen, an die Tür klopfen und bitten, dass die Ärztin wieder reinkam und sie nicht alleine ließ. Doch kein Laut kam über die Lippen des Mädchens.

Sie war früher schon eingesperrt worden, als sie noch zu hause wohnte. Ihr Dad hatte sie mehr als einmal in ihr Zimmer gesperrt, allerdings mit wenig erfolg, denn früher oder später, verschwand Cheyenne durchs Fenster. Dies jedoch konnte sie hier nicht, denn das Fenster ließ sich nicht öffenen. Sie würde durchspringen müssen und so bescheuert war sie dann auch nicht.
Aber das Gefühl des Verlassenwerdens ließ die Mauern, die sie seit Jahren um sich herum aufgebaut hatte, einstürzten. Erinnerungen kamen hoch, die sie verdrängt geglaubt hatte. Oft genug hatten ihre Eltern sie alleine gelassen, sie abgeschoben.

Als sie sechs Jahre alt war und glaubte Monster würden unter ihrem Bett hausen und sie sich deswegen nicht ins Bett traute, taten ihre Eltern es als Hirngespinnste ab. Keiner von ihnen schaute unter das Bett, versicherte dem Mädchen das keine Monster dort wohnten. Cheyenne schlief die ganze Nacht nicht im Bett, sondern saß zitternd in ihrem Kleiderschrank.
So wie jetzt, nur das es diesmal keine Monster waren, die unter ihrem bett saßen, sondern schlicht und einfach das Gefühl des Alleinseins. Nie war sie die letzten Jahre alleine gewesen, immer von Freunden umgeben. Dazu der Schutzpanzer den sie sich aufgebaut hatte, der jedoch jetzt hier drin zerböckelte, als wäre der Lehm nicht richtig gemischt worden.

Cheyenne zog die Beine aufs Bett, rutschte an die Wand, umklammerte die Beine mit ihrem Armen und suchte so Halt und etwas Zuneigung, wo niemand sie ihr geben konnte oder wollte. So musste es sich anfühlen, wenn man im gefängnis war. Alleine, eingesperrt. Eine Erfahrung die sie nicht machen wollte. Nicht mehr. Nach außen hin stark, doch innen drin sah es komplett anders aus, doch das würde sie so nie jemanden zeigen. Hier drin, aber sah sie niemand, da konnte sie klein und schwach sein, da ließ sie die TRänen laufen, die sonst niemand zu Gesicht bekam.

Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 18.10.2009, 18:44

Eine ganze Weile saß Cheyenne mit angezogenen Beinen auf dem Bett, hielt sich selbst fest und weinte. Es war, seit sie hier war,d as zweite Mal. Früher hatte sie die Tränen unterdrückt, sich andere Wege gesucht. Den Kummer ersoffen mit Alkohol oder eben Drogen genommen, um gut drauf zu sein. Beides hatte sie hier nicht zur Verfügung und so langsam merkte eben auch ihr Körper den Entzug. Cheyenne war kalt und heiß, außerdem schlecht und sie zitterte. So beschissen hatte sie sich lange nicht gefühlt.

Wieso gab es hier nichts zu trinken? Zu gern würde sie sich jetzt besaufen, bis es nicht mehr ging, nur um sich besser zu fühlen. Denn die gefühle, die derzeit in ihr herrschten, woltle sie nicht mehr länger ertragen. Sie taten weh.
Cheyenne ließ den Kopf nach hinten schnellen, schlug gegen die Wand. Kopfschmerzen breiteten sich aus, doch das war egal, wenn es auf diese Weise nur aufhörte weh zu tun. Noch einmal schlug sie den Hinterkopf gegen die Wand. Es drehte sich alles und ihr Kopf dröhnte. Das Mädchen schloss die Augen, fühlte sie benommen, aber besser. Sie sollte schlafen, bekam aber kein Auge zu. Ihr Kopf war am rattern, da konnte sie unmöglich schlafen. Also blieb sie wach, wie letzte Nacht, wo sie draußen gewesen war. Die Bärenstatue. Sie hatte ihr gestern Abend Trost gegeben, doch dort konnte sie heute Nacht nicht hin. Sie würde diese Nacht alleine verbringen, eingesperrt in diesen Raum. Obwohl sie es selbst gewollt hatte, das Gefühl war schrecklich.

Irgendwann stand Cheyenne auf. Ihr war eiskalt und schlecht. Sie schleppte sich ins Bad und musste sich übergeben. Da kaum was im magen war, brannte lediglich die Magensäure in ihrem Hals. Es schmeckte widerlich. Als nichts mehr kam, wusch sich das Mädchen den Mund und spülte ihn aus. Der Geschmack war weg, aber die Übelkeit nicht. Cheyenne hatte keine Ahnung, wie spät es war, doch das war auch nebensächlich. Sie zog sich aus und stellte sich unter die Dusche. Das heiße Wasser tat gut und so rutschte sie an der Wand entlang auf den Boden, zog die Beine an und blieb sitzen. Das Wasser prasselte auf sie nieder, doch wärmte wollte es sie nicht so richtig.

Wie lange sie da so saß, wußte sie nicht. Irgendwann war das heiße Wasser weg und sie zuckte regelrecht zusammen, als plötzlich kaltes Wasser aus dem Duschkopf kam. Das Mädchen sprang auf und wäre fast umgekippt, konnte sich im letztenm Moment festhalten und stellte die Dusche aus. Jetzt musste sie nur noch ein Handtuch finden. Zitternd stieg sie aus der Dusche und sah sich in dem kleinen Bad um, doch ein Handtuch ließ sich nicht finden. Toll, dachte Cheyenne, daran hättest du vielleicht mal eher denken sollen. Nass wie sie war, zog sie sich Unterwäsche an und ging rüber ins Bett, wo sie sich in die Decke einwickelte. Ihre Haare waren klatschnass und klebte in ihrem Gesicht und an ihrem Körper. Durch die Nässe, wollte sie erst recht nicht warm werden. Das Mädchen roltle sich aufs Bett, zog die beine soweit an den Oberkörper wie es ging und versuchte das Klappern der Zähne zu unterdrücken. Die Decke bis über den Kopf gezogen, lag sie auf dem Bett.
Bald würde es sicherlich hell draußen werden.

Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 19.10.2009, 22:34

kurz nach 6 Uhr am Samstag Morgen
Und ob es hell wurde. Viel zu schnell sogar, doch auf diese Weise bemerkte Cheyenne wenigstens das die Nacht rum war und ein neuer Tag anfing. Geschlafen hatte sie nicht. Ihr war heiß und kalt und schlecht. Noch immer lag sie zitternd und zusammengerollt im Bett, die Decke fest um sich geschlungen. Das Mädchen fühlte sich beschissen und sehnte sich nach der Haushälterin ihrer Eltern. Rosa, die rüstige Mexikanerin, die seit Urzeiten bei ihren Eltern arbeitete und die für Cheyenne mehr war, als ein Hausmädchen. Sie war viel mehr soetwas wie eine Großmutter, wenn nicht gar Mutterersatz. Denn zumindest Rosa hatte sich um Cheyenne gekümmert, wenn ihre Eltern mal wieder keine Zeit gehabt hatten. Was viel zu oft vorkam.

Doch hier gab es keine Rosa, keine Umarmung, keine lieben Worte. Nichts. Nur ein leeres Zimmer. Cheyenne war sich jedoch durchaus bewußt, das sie an dieser Situation selbst Schuld war. Es war eben einfacher alle von sich zu stoßen, als ihnen zu zeigen, wie es in einem aussah. Es härtete ab, wenn man immer nur weggestoßen wurde. die einen brachten sich um, die anderen wurden kalt. Cheyenne hatte sich für letzteres entschieden. Sie ließ sich nichts mehr sagen, provozierte, schlug zu, nahm Drogen und besoff sich um zu vergessen.
Doch hier funktionierte dieser Weg nicht. Weder kam sie heir an Drogen, noch an Alkohol und provozieren ließen sich die Leute hier auch nicht. Im Gegenteil, sie spürte dann die Konsequenzen. Noch vor ein paar Wochen hatte ihr dies nichts ausgemacht, aber inzwischen sah sie das doch ein wenig anders. Ob sie dies jedoch jemals zugeben würde, stand auf einem ganz anderen Blatt.

Was sie jetzt wollte und brauchte, war etwas das die Schmerzen aufhören ließ und das Zittern und die Übelkeit. Sie fühlte sich einfach nur beschissen. Und das alles nur, weil sie hier war. Wäre sie nicht hier, würde es ihr um einiges besser gehen. Doch an ihrem Aufenthalt hier, ließ sich wohl nichts machen, denn ins Gefängnis wollte das Mädchen nicht. Nicht mehr. Nicht nach dieser Nacht.
Cheyenne war müde, sie sollte schlafen, aber sie bekam kein Auge zu. Bewegen wollte sie sich auch nicht, nur liegen bleiben. Früher oder später musste das doch aufhören. Cheyenne wollte nach Hause, in ihr Zimmer, zu Rosa. Warmen Tee, eine Wärmflasche und ein warmes Bett, sowie die gutmütigen Worte der Mexikanierin. Wie sehr Cheyenne das vermisste. Vor allem jetzt. Alles andere war egel. Ihre Eltern interessierte Cheyenne nicht, die konnten ihr weiterhin gestohlen bleiben. Die würdene s sicherlich nicht einmal mitbekommen, wenn sie nicht mehr wäre. Aber Rosa. Vermutlich war sie die einzige, die sich Sorgen machte. Was sie wohl grad tat? Die Frage kam Cheyenne plötzlich in den Kopf und lenkte sie ein wenig ab. Überhaupt tat der Gedanke an Rosa gut. Für ein paar Minuten vergaß Cheyenne ihre Magenschmerzen, die Übelkeit und die Kälte.

Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 23.10.2009, 11:21

Draußen wurde es immer Heller, doch das spielte für Cheyenne keine große Rolle mehr. Es war egal, wie spät oder welcher Tag heute war. Der Gedanke an Rosa und was die ältere Frau jetzt gerade tat, lenkte ab, ließ das Mädchen an etwas anderes denken. Gern würde sie zu Hause anrufen, nachfragen, wie es Rosa ginge. Sie wollte auch nur mit ihr sprechen, nicht mit ihren Eltern, die waren ihr egal. Gensuao egal, wie es andersrum der Fall war. Doch anrufen konnte sie nicht. Sie schaffte es grad ja nicht mal aufzustehen. Cheyenne fühlte sich einfach beschissen. Ihr war kalt und gleichzeitig heiß, dazu das Zittern, welches nicht aufhören wollte, und die Übelkeit, obwohl schon längst nichts mehr in ihrem Magen war. So musste es sich anfühlen, wenn man auf Entzug war. Ein scheiß Gefühl. Konnte man daran nicht sogar sterben? An einem kalten Entzug? Wenn einen die Drogen und der Alkohol nicht umbrachten, dann das Fehlen beider Sachen. Wozu also dann aufhören? Was brachte es einem? Sterben tat man doch so oder so, egal ob früher oder später. Vielleicht ganz gut so, obwohl sie eigentlich nicht vorgehabt hatte, jetzts chön den Löffel abzugeben, dazu hatte sie das Leben zu lieb. Zumindest bevor sie hergekommen war, da hatte sie auch noch tun und lassen können was sie wollte. Aber hier, hier sperrte man sie ein, nur weil sie ihren eigenen Kopf hatte und sich nicht unterkriegen ließ, wie die anderen. Was kümmerte die anderen denn ihr Leben? Es war ihres und damit konnte sie doch tunw as sie wollte. Und wenn sie sich betrinken und Drogen nehmen wollte, dann tat sie das auch. Doch dann kamen plötzlich ein paar dahergelaufene Besserwisser daher und meinte sie umkrempeln zu wollen.

Cheyenne schloss die Augen, denn mit einem Mal war sie schrecklich müde. Kam es ihr nur so vor? Oder schlug ihr Herz schneller. Sie irrte sich wohl und wenn, war es auch egal. Hier drin bekam es wohl doch keiner mit. Es kümmerte eben keinen, was mit ihr war. Große Klappe und nichts dahinter. Wir wollen dir helfen, wir sind immer für dich da. Leere Versprechen, Phrasen ohne was dahinter. Wie immer. Cheyenne hatte es nicht anders erwartet. Trau niemandem. Damit lebte es sich besser.

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Mike Brown
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Beitrag von Mike Brown » 23.10.2009, 22:15

Als Mike am nächsten Morgen zur Schule fuhr dachte er daran, dass Marc ihm gestern Abend beim Abendessen in der Cafeteria erzählt hatte, dass Hannah Cheyenne gestern Mittag wieder in den Arrest gesteckt hatte. Er fragte sich ob das Mädchen irgendwann einmal begreifen würde, dass sie nichts schlimmes von ihr wollten. Mike hoffte es, denn wenn sie es nicht schaffen sollten das sie sich fügte, käme mit Sicherheit irgendwann der Moment wo Peter oder Frank entscheiden würden, dass sie nicht hier bleiben konnte und dann musste sie ins Gefängnis um ihre Strafe abzusitzen. Und das war für die meisten nicht gut und oftmals der Beginn eines Verbrecherlebens, da sie dort noch das lernten was sie vorher nicht gewusst hatten.

Mike entschloss sich dazu heute Morgen nach ihr zu sehen, denn Marc und Hannah mussten helfen den Ausflug vorzubereiten und hatten dadurch nicht viel Zeit für das Mädchen. Aber er blieb ja hier und musste später lediglich Frank helfen alles was für die Nacht und das Abendessen gebraucht wurde ins Auto zu laden. Daher hatte er genügend Zeit. Außerdem interessierte es ihn ob sie nach dieser Nacht im Arrest vielleicht ein wenig umgänglicher war.

In der Schule angekommen, stellte Mike sein Auto vor dem Verwaltungsgebäude ab und ging erst einmal zur Cafeteria um dem Mädchen etwas zu essen und einen warmen Tee zu holen. Damit kehrte er zum Verwaltungsgebäude zurück und ging nach oben zu dem Arrestraum. Um Cheyenne nicht zu erschrecken klopfte er erst einmal an und rief ihr zu, dass er gleich reinkommen würde. Dann gab er ihr noch etwas Zeit bevor er die Tür aufschloss und eintrat. “Guten Morgen, Cheyenne. Ich habe dir etwas zu essen mitgebracht.”

Mike stellte das Essen auf den kleinen Tisch und ging zu dem Mädchen das noch im Bett lag. Als er näher trat fiel ihm auf das Cheyenne stark zitterte. Da es in dem Raum aber nicht kalt war konnte das nur eines bedeuten. Bei dem Mädchen hatte der Entzug eingesetzt. Um besser mit ihr reden zu können und nicht so bedrohlich zu wirken, setzte sich Mike auf einen Stuhl der neben dem Bett stand. “Ich nehme mal an das es dir übel ist und du dich ziemlich elend fühlst. Ja?”, fragte er in ruhigem Ton um ihr zu zeigen, dass er es gut mit ihr meinte.
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Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 24.10.2009, 09:33

Irrte sie sich oder hörte sie Stimmen? Nein das konnte nicht sein. Sicher nicht. Hier war bisher keiner reingekommen und würde es wohl auch nicht. Die Stimme bildete sie sich sicherlich nur ein. Aus diesem Grund reagierte Cheyenne auch nicht, sondern blieb weiterhin mit geschlossenen Augen liegen.
Der Geruch von Essen stieg ihr in die Nase, sorgte jedoch nicht für einen knurrenden Magen, sondern eher für Übelkeit. Zum Glück hatte sie nichts mehr im Magen, nachdem sie sich in der Nacht schon übergeben hatte. Anderenfalls hätte sie jetzt vielleicht auf den Boden gekotzt. Aber dies geschah nichts. Es geschah auch sonst nichts. Alles war egal. Das Zittern nahm sie kaum noch war, obwohl ihr die Zähne vom Klappern schon weh taten. Das sie fror und gleichzeitg schwitzte, daran hatte sie sich längst gewöhnt. Solange sie liegen blieb, war alles okay. Nur aufstehen sollte sie nicht, denn dann wurde ihr sofort schwindlig.

Cheyenne hatte auch nicht vor, sich irgendwie zu bewegen. Sie hatte gar nichts vor. Es sollte nur vorbei sein. Dass der Arzt im Zimmer war interessierte sie nicht. Seine Frage war mehr als unnötig, denn es war doch offensichtlich das sie sich elendig fühlte und auch so aussah. Seinen freundlichenTon konnte er sich sonst wohin stecken. Am liebsten hätte sie ihm das auch gesagt, doch sie schwieg, sagte nichts, reagierte nicht. Es war der Mühe nicht wert. Sie vertraute weder ihm noch sonst wem. Vertrauen sorgte nur wieder für Enttäuschung und Schmerz und darauf konnte das Mädchen verzichten.

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Mike Brown
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Beitrag von Mike Brown » 24.10.2009, 20:46

Mike wartete einen Moment, doch Cheyenne schien nicht vor zu haben etwas zu sagen. Das Schweigen wertete er dann als Zustimmung auf seine Frage. “Ich werde dir etwas holen damit du dich wieder besser fühlst. Dann kannst du auch in den Schlafsaal gehen und dich umziehen, denn du möchtest doch bestimmt deine verschwitzen Sachen los werden. Ich bin gleich wieder hier.”, meinte Mike noch schnell. Anschließend stand er auf und verließ den Arrestraum. Doch bevor er die Treppe hinunter stieg, schloss er die Tür vorsorglich wieder ab. Cheyenne konnte den Arrest zwar heute wieder verlassen, aber er hatte keine Lust dazu sie auf dem ganzen Gelände zu suchen, wenn sie es vorziehen würde, schon bevor er zurück kam, zu verschwinden.

Auf dem Weg zur Krankenstation begegnete ihm Frank, der anscheind auf dem Weg zu den Büros war. Freundlich begrüßte er ihn, ging aber dann weiter damit Cheyenne nicht zu lange auf ihn warten musste. Er holte schnell eine Tablette gegen die Entzugserscheinungen aus dem Medikamentenschrank und kehrte damit in den Arrest zurück. Als er eintrat lag das Mädchen immer noch so da wie er sie verlassen hatte. Er nahm die Tasse Tee, die jetzt gerade die richtige Temperatur zum Trinken hatte und setzte sich auf den Stuhl. “Ich habe dir ein Medikament geholt, dass die Entzugserscheinungen die du im Moment hast, etwas lindert. Nur müsstest du dich dazu aufsetzen und die Tablette mit dem Tee nehmen.” Mike hielt Cheyenne die Tasse und auch die Tablette hin, sodass sie den Tasse nur noch nehmen und trinken musste.
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Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 24.10.2009, 21:02

Cheyenne bekam mit was der Arzt sagte, traute ihm aber nicht. Was er ihr genau geben wollte,sagte er nicht. Einzig die Aussicht hier raus zu kommen klang verlockend. Nur groß was machen würde sie heute wohl nicht, dazu fühlte sie sich einach zu beschissen. Außerdem was sollte sie denn Ausziehen? Sie hatte doch nichts an außer der Unterwäsche. Ihre restlichen Klamotten lagen im Bad, wo sie in der Nacht geduscht hatte.

Der Arzt verlie0 den Raum schließlich wieder, schloss aber ab. Was Cheyenne nicht wirklich interessierte. Sie hatte die ganze Nacht hier drin gesessen ohgne das es jemanden zu interessieren schien, nun brauchten sie auch nicht mehr ankommen. Außerdem wo sollte sie denn hin? Raus? So wie sie derzeit aussah und sich fühlte? sie kam mit Sicherheirt nicht mal bis zuir Tür ehe sie zusammenbrach. Aber das schien der Arzt, falls er überhaupt einer war, nicht einmal zu bemerken.

Cheyenne jedenfalls blieb liegen, wie sie war und es dauerte auch nicht lange und der Mann war wieder da. Da sie die Augen weiterhin geschlossen hielt, sah sie nicht was er in der hand hielt. Es hätte sie auch nicht im geringsten interessiert. Sie könnte abkratzen und es würde wohl keiner merken. Wieso auch nicht? weg kam sie von hier eh nicht. Was sie brauchte bekam sie nicht und ihr Leben interessierte keinen. Auch wenn die Lerute hier was anderen behauptete, doch das glaubte Chyenne ihnen eh nicht. Sie brauchte nur einpenne. Mies genugnfühlte sie sich schließlich schon. Reglos blieb sie im Bett liegen und einzig die Tatsache das sie noch atmete, zeigte das sie lebte. Vielleicht sollte sie damit einfach aufhören. Schlimmer konnte es nicht mehr werden.

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Beitrag von Mike Brown » 25.10.2009, 18:26

Auch jetzt reagierte das Mädchen nicht im geringsten auf seine Worte. Dabei meinte er es nur gut. Natürlich konnte er auch hingehen und lediglich ihren Kreislauf während des Entzuges überwachen, nur musste sie sich dann mit den ganzen unangenehmen Nebenwirkungen des Entzuges herum ärgern.

"Cheyenne, wie lange willst du diese Sturheit eigentlich noch fortsetzen? Du schadest dir doch nur selbst damit. Inzwischen müsstest du doch bemerkt haben, dass dir hier niemand etwas böses will. Und genauso ist es mit der Tablette. Sie wird dir helfen das du die Entzugserscheinungen nicht so stark spürst. Ganz nehmen kann ich dir die Übelkeit und das Schwitzen und Zittern nicht, aber es lindern. Allerdings musst du dafür die Tablette nehmen. Doch wenn du es vorziehst die Beschwerden auszuhalten, kannst du natürlich auch gerne hier liegen bleiben und warten bis alles vorbei ist. Aber glaub mir, es wird noch einige Tage dauern bis es dir wieder besser geht, denn ein Entzug ist nicht so schnell vorbei. Überleg dir also was du willst. Ich werde noch eine Weile hier bleiben, doch wenn ich gehe werde ich das Medikament wieder mit nehmen.”, meinte Mike. Er stellte die Tasse wieder auf den Tisch und steckte das Medikament in seine Tasche.
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Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 25.10.2009, 18:50

Das Mike wieder einen seienr Vorträge hielt, bekam Cheyenne gar nicht mit. Sie war vollkommen woanders, nämlich zu Hause, in ihrem Bett. Warm eingepackt und fürsoglich getröstet von ihrer Rosa. Cheyenne hatte sich nie träumen lassen, die ältere Frau mal so zu vermissen. Wann hatte sie Rosa das letzte Mal gesehen? Vor ein paar Tagen doch erst, kurz bevor sie hergekommen war. Rosa war die einzige, bei der Cheyenne sich ausgeheult hatte, wo sie nicht fluchte, sich nicht wehrte, wo sie so sein konnte, wie sie war, ohne eine Mauer um sich herum. Wo sie verstanden, akzeptiert und geliebt wurde. Nicht so wie bei ihren Eltern.

Das Bett war weich und der Duft von Rosas Hühnerbrühe erfüllte den Raum. Die half immer wieder, so komisch das klingen mochte. Cheyenne vermisste sie. Vor allem jetzt, wo sie sich so elendig fühlte. Aber in Rosas Händen würde es besser werden, da war sie bald wieder auf dem Damm, ganz bestimmt. So war es früher immer gewesen, wenn sie krank war und mit Fieber oder sonst was im bett löag oder einen Kater hatte, weil sie die Nacht vorher zu viel getrunken hatte. Rosa schimpfte nicht, sie machte sich Sorgen, das ja, aber von der älteren Frau, kamen keine Vorwürfe.

Plötzlich stand Rosa auf, sie wollte gehen.
"Nicht gehen Rosa. Bitte bleib", bat Cheyenne leise und mit weiterhin geschlossenen Augen. sie wollte nicht alleine sein, nicht mehr. Das sie dabei aber nicht mit Rosa sprach, war ihr nicht klar. Für sie war das so real, als stünde die Mexikanerin wirklich vor ihr. Sie konnte Traum nicht von Wirklichkeit unterscheiden.

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Beitrag von Mike Brown » 25.10.2009, 20:50

Auch dieses Mal antwortete Cheyenne nicht. Es schien fast so als ob sie ihn überhaupt nicht wahr nahm und mit ihren Gedanken an einem ganz anderen Ort war. Mike fragte sich nur wo. Auf jeden Fall schien sie sich dort wohl zu fühlen, denn obwohl sie sehr schlecht aussah, machte sie auf einmal einen recht zufriedenen Eindruck. Irgendwie tat sie ihm leid und er würde ihr nur zu gerne helfen, doch so lange sie sich gegen alles wehrte würde das sehr schwer werden.

Mike überlegte was er jetzt zu Cheyenne sagen sollte und blickte dabei ein wenig aus dem Fenster. Vielleicht sollte er sie einmal sanft berühren um sie aus ihrer Traumwelt wach zu rütteln. Aber dabei würde sie wahrscheinlich erschrecken und dadurch noch ärgerlicher werden wie sie es schon war. Deshalb verwarf er diesen Gedanken wieder und entschloss sich dazu einfach abzuwarten was noch geschehen würde. Zeit hatte er heute ja genug dazu.

Lange blieb es ruhig in dem Raum, doch auf einmal hörte er ein paar leise Worte von Cheyenne. Sie sprach von einer Rosa und das sie bleiben sollte. Wer war Rosa, fragte sich Mike. Hier auf der Schule gab es niemanden mit diesem Namen. Also war anzunehmen, dass es sich um eine Person handelte die das Mädchen von zu Hause kannte. Es fragte sich jetzt nur ob es eine Freundin war oder jemand aus ihrer Verwandschaft. Es wäre gut wenn sie das wüssten, denn dadurch würde sich vielleicht eine Möglichkeit ergeben einen Weg zu finden wie sie an das Mädchen heran kamen, da sie ja anscheind unbedingt wollte, dass sie bei ihr blieb und das konnte nur bedeuten, dass sie die Nähe dieser Person schätzte, ihr womöglich sogar vertraute. Für einen Moment überlegte Mike sogar Rosa zu spielen um mehr zu erfahren, doch wenn Cheyenne den Betrug merken würde, würde sie ihnen überhaupt nicht mehr vertrauen.

Langsam stand er auf und setzte sich neben dem Mädchen auf das Bett. Dann legte er seine Hand sanft auf ihren Arm. “Cheyenne, ich bin zwar nicht Rosa, aber wenn du es möchtest bleibe ich gerne bei dir.” Liebend gerne würde er sie jetzt in den Arm nehmen, denn es war ganz offensichtlich das Cheyenne jemand suchte der sie tröstete. Doch als Mann war ihm das eigentlich verboten den Schülern näher zu kommen. Auch wenn er niemals etwas mit ihnen anfangen würde, so konnte doch schnell der Verdacht aufkommen wenn ihn jemand sah oder Cheyenne etwas sagen würde.
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Cheyenne

Beitrag von Cheyenne » 25.10.2009, 21:13

Jemand antwortete, doch es war nicht Rosas Stimme. Cheyenne verstand nicht, wo war Rosa? Langsam öffnete sie die Augen, konnte aber zunächst nur verschwommen sehen. Es dauerte einen Moment bis sie klare Konturen erkennen konnte. Da saß jemand auf ihrem bett, aber es qwar nicht Rosa und sie war auch nicht zu Hause. Das ädchen brauchte ein paar Sekunden um zu ergründen, wo siew ar. Horizon, der Arrestraum. Es war der Arzt der da saß. Seine Hand ruhte auf ihrem Arm und sie ließ ihn.

"Ja, nicht gehen. bitte", flehte sie leise. Nicht wieder alleine lassen. Die Nacht hier drin war schrecklich gewesen.
Cheyenne war schlecht. Jetzt wo sie wieder in der Realität war, kamen die Symptome wieder. Die Übelkeit, das Zittern, die Kälte. Das merkte sie jetzt alles wieder. Gern würde sie wieder einschlafen, zurück in den Traum. Zurück nach Hause zu Rosa. Doch das war wohl kaum möglich. Der Traum war zerplatzt wie eine Seifenblase. Doch wenigstens war sie jetzt nicht mehr alleine.
"Mir ist kalt", sagte sie dann mit klappernden Zähnen. "Es tut weh"

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Mike Brown
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Beitrag von Mike Brown » 26.10.2009, 01:10

Es dauerte einen Moment bis Cheyenne langsam die Augen öffnete und ihn ansah. Aber selbst dann brauchte sie noch etwas bis sie realisierte wo sie war und wer er war. Mike hatte schon damit gerechnet, dass sie nun sofort wieder wild werden und ihn anschreien würde, doch das Gegenteil geschah. Sie bat ihn sogar darum bei ihr zu bleiben und hatte auch nichts dagegen, dass er seine Hand auf ihrem Arm liegen hatte. Sollte der Arrest nun doch langsam Wirkung bei ihr gezeigt haben? Möglich wäre es, denn viele Schüler waren, nachdem sie ein paar Tage oder manchmal auch nur Stunden hier drin verbracht hatten, friedlicher. Allerdings konnte es auch nur an dem Entzug liegen. In dieser Zeit passierte es oft das die Personen in einem Moment noch weinten und im nächsten vor Wut fast die Wände hoch gingen. Deshalb konnte man jetzt noch nicht sagen ob Cheyenne sich wirklich geändert hatte. Dazu musste erst einmal der Entzug vorbei sein. Auf jeden Fall würde er jetzt erst einmal bei ihr bleiben.

“Ich werde nicht gehen. Nicht wenn du es nicht möchtest.”, versprach er ihr leise. Dabei merkte er, dass sie noch stärker anfing zu zittern. Wenig später erklärte sie ihm auch, dass es ihr kalt sein und es weh tat. Langsam machte das ganze Sinn. Sie hatte nicht den Schmerz gemeint, der vom Entzug kam, sondern den, den man verspürte wenn man sich einsam und alleine fühlte. Und Rosa war offensichtlich jemand bei dem sie Wärme und Geborgenheit gefunden hatte. Wer auch immer sie war.

Nachdem Mike eine Weile neben Cheyenne gesessen hatte, bemerkte er, dass sich das Bettzeug irgendwie feucht anfühlte. Wahrscheinlich durch das viele schwitzen des Mädchens. Das konnte auch ein Grund dafür sein, dass sie so stark fror. Doch wenn er jetzt gehen würde um frisches zu holen würde er sein Wort brechen. Also nahm er sein Funkgerät um Megan bescheid zu sagen, dass sie ihm bitte frisches Bettzeug und nach Möglichkeit auch etwas warmes zum anziehen für Cheyenne bringen sollte.

Fertig mit dem Gespräch steckte er das Funkgerät wieder weg. “Megan wird dir frisches Bettzeug und etwas warmes zum anziehen bringen. Dann dürftest es dir wärmer werden. Aber willst du nicht doch die Tablette nehmen damit du dich wieder besser fühlst?” Er holte die Tablette wieder heraus und hielt Cheyenne nochmals die Tasse mit dem Tee hin.
[align=center]Das nebenstehende Avatarbild basiert auf dem Bild "Ewan McGregor at the Stormbreaker London premiere." aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der Creative Commons Attribution 3.0 Unported Lizenz. Der Urheber des Bildes ist Caroline Bonarde Ucci.[/align]

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